ich bin noch nie auf die idee gekommen, mir zu überlegen, wie viel mein leben denn wert ist – rein monetär. auf der insel ist das ganz einfach:
“Im staatlichen Gesundheitswesen der Engländer entscheidet ein Institut, dass es höchstens 30.000 Pfund kosten darf, das Leben um statistisch ein Jahr zu verlängern.”
interessant oder? jedoch keimen in mir zweifel daran, dass hierzulande andere maßstäbe herrschen. naja, halb so wild!
wirklich ans eingemachte geht es ja erst, wenn der CEO eines großen unternehmens erkrankt. gut zu sehen am beispiel von Peugot und Christian Streiff, der am 22. mai diesen jahres ins krankenhaus eingeliefert wurde. bekanntgegeben wurde dies jedoch erst am folgenden montag, den 26., worauf der aktienkurs mit einem minus von 1,4% reagierte. dies entspricht einem minus von 138 mio euro auf den börsenwert der französischen automobilunternehmens. am 3. juni verließ Streiff das hospital, was an der börse mit einem plus von 1,9% quittiert wurde.
also ist zumindest die gesundheit des chefs für ein unternehmen durchaus wichtig. ein weiteres beispiel: Apple CEO Steve Jobs:
“Analyst Charles Wolf, Mitarbeiter der Investmentbank Needham & Co., schätzt, die Apple-Aktie würde um 20 bis 30 Prozent stürzen, müsste Steve Jobs den Posten überraschend aufgeben. Damit wird der 53-Jährige zum 45-Milliarden-Dollar-Mann.”
damit hätten wir schonmal die theorie widerlegt, alle menschen seien gleich viel wert. zumindest wenn es um bares geht. wenn man diesen gedanken weiterdenkt kommt man zwangsläufig zu schmerzensgeldzahlungen. denn auch hier gibt es – oh wunder – unterschiede.
nach den anschlägen des 11. september wurde rechtsanwalt Kenneth Feinberg mit der gerechten verteilung von schmerzensgeldern betraut. im prinzip wurden die wirtschaflichen schäden ersetzt. jedoch nur bis zu 231.000 dollar jahreseinkommen. ergebnis:
“Warum das Leben ihres Mannes, eines Feuerwehrmannes, eine Million Dollar weniger wert sei als das Leben eines Börsenmaklers, wollte eine Witwe wissen. “Weil Amerika so funktioniert”, antwortete Feinberg, der die Begebenheit in seinem Buch “What is life worth?” schildert.”
aber auch der schmerz der angehörigen wurde bewertet. 250.000 dollar plus 100.000 für den überlebenden ehegatten und jedes unterhaltsberechtigte kind.
hintergrund des 7 millarden fonds, der an ca. 5300 familien zahlte, war jedoch nicht primär, den angehörigen zu helfen, sondern diese davon abzuhalten, auf schmerzensgeld zu klagen.
“Als einmal zwei amerikanische Piloten über Kuba abgeschossen wurden, erhielten deren Familien je 80 Millionen Dollar Schmerzensgeld zugesprochen. “Solche Summen hätten viele große Unternehmen ruiniert”, sagt der Entschädigungsexperte Ulrich von Jeinsen.”
sowas gibts in deutschland jedoch nicht. trauerschmerz wird hierzulande grundsätzlich nicht ausgeglichen. in ausnahmefällen geht der erlittene schmerz über ein “normales” maß hinaus – dann müssen noch behandlungskosten erstattet werden. in der logischen schlussfolgerung kommt hier jedoch heraus, dass z.b. ein unfallverursacher in der regel mit einer tötung günstiger davonkommt als mit einem schwer verletzen unfallopfer. so makaber es sein mag.
“Einer der schlimmsten Unglücksfälle in Deutschland war der Unfall eines ICE-Zuges in Eschede mit 101 Toten. Die Bahn leistete eine Entschädigung von 35 Millionen Euro. In 200 Fällen wurde Angehörigenschmerzensgeld von je 15 000 Euro geleistet. Dazu kamen Entschädigungen für Heilbehandlung (drei Millionen Euro), Schmerzensgeld (vier Millionen Euro), Unterhaltsansprüche sowie Erwerbs-, Unterhalts- und Sachschäden (rund 20 Millionen Euro). Das Angehörigenschmerzensgeld deklarierte die Bahn als freiwillige Leistung.”
die leute bei der bahn ham doch einen an der klatsche…
die wollen für eine strecke von heilbronn nach konstanz (mit einem bis drei umstiegen) €36-€58 mit einer reisezeit von drei bis sage und schreibe ACHT stunden! wobei lustigerweise die teuerste verbindung jene mit acht stunden reisezeit ist.
sollte man sich nicht gedanken machen, wenn bahnfahren teurer ist, als mit meinem auto (nicht gerade sparsam, bei angepasster fahrweise ca 10l/100km)
zudem erspart man sich im auto unfreundliche schaffner, schreiende kinder und zugunglücke.
also für gelegenheitsfahrer ist die bahn definitiv nichts…
endlich entschloss ich mich, einen neuen pc anzuschaffen. die eckdaten:
CPU: P4 core2duo E8400 (6MB L2-cache, 2x3GHz)
MB: MSI X48 Platinum
RAM: 4x1GB Corsair DDR3 1600
GraKa: ZOTAC GeForce GTX 280
HDD: Hitachi P7K500
das ganze wird in einem Thermaltake Soprano verpackt, mit passendem netzteil ausgestattet und ab gehts.
jetzt heißt es nur noch: gedulden. dienstag oder mittwoch kann ich ihn abholen.
über ein halbes jahr wohne ich nun in dieser wohnung. und langsam wird mir mein internetanschluss zu schmal… kaum verwunderlich bei maximal ca. 90KB/s. vor allem wenn man mal einen anschluss hatte, der gute 1,5MB/s brachte.
zunächst der check bei der telekom: kein ausbau geplant!
dann check bei kabelbw: dito.
ärgerlich, da gerade kabelbw in zwei straßen in meiner nachbarschaft offensichtlich entsprechend modernisiert hat. nordwestlich und südöstlich von meinem standort sind es nichtmal 100m luftlinie zu den nächsten anschlüssen. interessant wäre die überlegung, über wlan & richtantennen die entfernung zu überbrücken. mal sehen, ob sich dafür kostengünstige lösungen finden lassen.
die letzte mögliche alternative wäre wohl über das mobilfunknetz. ich befinde mich laut kartenmaterial im einzugsgebiet von UMTS/HSDPA. wobei hierbei eine unterscheidung auf der karte fehlt. crap! eine entsprechende flatrate wäre ab 35€/monat zu bekommen. jedoch kann mir keiner sagen, wie hoch die tatsächliche übertragungsgeschwindigkeit nachher sein wird. also könnte es alles zwischen den angegebenen maximalen 7,2Mbit/s mittels HSDPA und den (mittels handy) bereits erreichten 380Kbit/s über UMTS werden. und ehrlichgesagt sind mir 210€ (mindestvertragslaufzeit 6 monate) zu viel für ein experiment.
jetz hab ich einfach mal eine anfrage an meine gemeinde geschrieben, ob ein ausbau geplant ist und was man im falle einer negativen antwort für das anstoßen eines ausbaus tun kann. mal sehen ob und wann antwort kommt.
vor kurzem kam ich in das vergnügen, ein A3-cabrio probefahren zu dürfen.
die devise: einstigen, wohlfühlen. das cockpit ist übersichtlich und wirkt hochwertig. die verarbeitung ist gewohnt gut. per knopfdruck öffnete sich das dach in knapp 10 sekunden. so weit – so gut.
der 1.8 TFSI tut seinen dienst eher unauffällig. aber doch (wie ich finde) überraschend kraftvoll. ich habe von dem motor ursprünglich weniger erwartet. angegebene 250 NM sollen zwischen 1500 und 4200 touren anliegen. mit seiner maximalen leistung von 118 KW (160 PS) soll er das cabriolet in 8,3 s auf 100 beschleunigen. soviel zur theorie…
der schlüssel wird herumgedreht und die fahrt geht los. nach kurzer eingewöhnung (ich fahre privat ein fahrzeug mit automatischem getriebe) werde ich etwas mutiger beim schalten. die 6-stufige schaltung gibt mir übrigens keinen grund zur beanstandung. gangwechsel gehen wenn es sein muss auch mit zwischengas zügig von der hand und die schaltwege stellen einen guten kompromiss dar. die übersetzung erlaubt schaltfaules cruisen und die kupplung vermittelt ein gutes gefühl – so klappen gar zügige ampelstarts mit wenig übung.
bleiben die fenster bei offenem dach oben, so hat man nichts zu fürchten. die geräuschentwicklung hält sich in grenzen und die frisur leidet kaum. werden nun die fenster geöffnet werden fahrten mit über 120 km/h dank windschott noch einigermaßen erträglich gehalten. aber so war das wohl auch nie gedacht.
auch das schließen des verdecks geht erfreulich schnell. ist es einmal geschlossen, vergisst man schnell, dass man in einem cabrio sitzt. das optionale vollelektrische akustikverdeck ist auf jeden fall ein sinnvoller zukauf. ebenso xenonlicht und beheizbare ledersitze. imho gehört in ein cabriolet ebenfalls ein navigationssystem.
das fahrwerk und die lenkung vermitteln jederzeit ein sicheres gefühl. in zügig gefahrenen kurven wird das fahrzeug nie instabil. der grenzbereich kündigt sich früh an und auch bei ausgeschaltetem esp bleibt der A3 mit sanftem untersteuern gut beherrschbar.
der motor bietet insgesamt gute elastizität. jedoch fällt mir als fan von saugmotoren ein kleines turboloch auf. es ist zwar nicht mehr so ausgeprägt wie man es von den alten 20Vturbos kennt, aber dennoch deutlich spürbar. wenn man auf das gaspedal steigt muss man kurz auf das ansprechen warten. schade eigentlich, denn bei dem größeren 2.0 TFSI ist das deutlich besser.
mein testverbrauuch war laut anzeige 9,8 l/100km. klingt nach viel, man sollte jedoch erwähnen, dass den motor außerorts keinerlei schonung meinerseits erwartete. bei normalfahrt (inklusive beachten und einhalten der gangempfehlungen) genügten ihm ca. 7,5 bis 8 l/100km.
fazit: der A3 ist auch in der cabrioversion gut gelungen. der einstigspreis von 29.100€ wird mich jedoch trotz aller liebe von einem kauf abhalten. ich habe mir mal den spaß gegönnt und auf der audi-website mein wunsch-A3-cabrio zusammengestellt. wer bereit ist für einen 2.0 TFSI und (s-line) vollausstattung 51.000€ zu zahlen hat meinen segen. ist schon ein haufen holz aber es gibt auch menschen, die mehr geld für weniger liegenlassen.
wer auch immer das lesen mag tut mir leid… hier muss ein fall extremer langeweile vorliegen. naja.
was gibt es zu berichten? die letzten tage verliefen recht ruhig. wie üblich. lediglich eine zweistündige wanderung im krankenhaus aufgrund einer (wie sich herausstellte) bänderzerrung im rechten sprungelenk wäre da zu beklagen.
zudem wurde ich dazu gedrängt, mir das em-spiel deutschland gegen polen im fandorf anzusehen. naja… fußballbegeistert war ich noch nie. aber die euphorie mit der die menschen da mitfiebern geht einem schon ein wenig unter die haut. schade nur dass sie anscheinend der meinung sind, diesen zustand nur zu besonderen gelegenheiten hervorrufen und zeigen zu dürfen. und dann gerade bei etwas derart banalem wie fußball.
es kommt mir sogar ein wenig vor wie an fasching. im grunde verabscheue ich das ganze getue. termingerecht aufgesetzte fröhlichkeit… und die meisten scheint die tatsache, dass menschen die einen sonst nicht leiden können unter alkoholeinfluss plötzlich einen auf besten freund machen, nichtmal zu stören. manchmal erfasst mich eine befremdung ob jener aspekte deutscher mentalität.